Bismillah.

Die Surat Sad beschäftigt sich im Allgemeinen damit, wie wichtig es ist Reue zu zeigen, wenn man eine schlechte Tat begangen hat. Der erste Vers der Surat beginnt mit dem arabischen Buchstaben „Ṣād“ und einem Schwur auf den Qur‘anBeim Qurʾan, voll der Ermahnung!“ Hier möchte uns Allah aufmerksam machen, dass der Qur’an eine Erinnerung und eine Würde für die Menschheit ist. Er ist wie ein Freund für uns, der nur Gutes bringt und uns ermahnt, wenn wir etwas Falsches machen (ähnlich: „Bei dem weisen Qurʾan“ 36:2). Der Qur’an ist sozusagen nicht nur objektiv, sondern auch subjektiv zu betrachten, denn er kann je nachdem, wie es vom Individuum benutzt wird, auf Rangstufen erhöhen oder erniedrigen. Die Surat hat vom Stil her Ähnlichkeiten mit der Surah Qaf-„Qāf. Bei dem ruhmvollen Qurʾān!“ (50:1).

In den nächsten Versen redet Allah über die Mekkaner, die sich gegen den Propheten Muhammad (sas) richten, und ihn als Zauberer beschuldigen (38:4,5). Sie finden es verwunderlich (36:5), dass Rasulullah sie zum Monotheismus ruft und die Götter zu einem einzigen Gott macht (ähnlich: [10:02], [07:67]. Danach sagen sie, dass sich die Menschen weiterhin beharrlich an ihre Götter festhalten sollen (36:6). Es erschließt sich, dass das arabische Wort „Sabr“ nicht nur für etwas Nützliches bzw. Gutes benutzt wird. Außerdem finden sie es absurd, dass die Prophetenschaft ausgerechnet an den Propheten (sas) verkündet wurde, und nicht an eine andere mächtigere und angesehenere Person aus ihrer Mitte (36:8) (ähnlich: [38:15], [43:31], [25:41]).

Es war ihnen klar, dass der Prophet (sas) der vertrauenswürdigste Mensch zu jener Zeit war, jedoch versuchten sie ihn als Zielscheibe für ihren Spott gegenüber Allahs Botschaft , zu benutzen. Also machten sie sich zwar lustig um Rasulullah und seine Person, insgeheim waren sie jedoch, wie Allah es eindeutig sagt, im Zweifel über Seine Ermahnung! (38:8). Allah jedoch verspricht dem Propheten (sas), dass Er sie vor den Menschen beschützen wird und er weiterhin Seine Botschaft verkünden soll (5:67). In Vers 9 und 10 möchte Allah betonen, dass Er ganz bewusst Rasulullah als Prophet erwählt hat (eigene Kriterien, zB. Ehrlichkeit, kein Götzenanbeter), und nur Er die Weisheit und Barmherzigkeit hat zu wissen und entscheiden zu können, wer der richtige für die Prophetenschaft, und somit auch für die Menschheit ist.

Allah gibt in den nächsten Versen Beispiele von Völkern (38:12, 13,14) (Volk Nuh und Fir’aun Besitzer der Pfähle gemeint sind die Pyramiden, Lut, Suhaib, Salih), die, wie die Mekkaner, die Gesandten zur Lüge bezichtigt haben und später ihre gerechte Strafe bekommen haben. Weiterhin sagt Er, dass die Mekkaner wohl den Ruf erwarten, nach dem es im Diesseits kein Wiedererwachen geben wird (38:15), denn auch im nächsten Vers (16) wird klar, dass sich die Glaubensverweigerer lächerlich gegenüber Allahs Ermahnung machen, und die angekündigte Strafe sehen möchten, weil sie nicht glauben, dass Allah sie durch ihr Gespött, bestrafen wird.