Mit dem Namen Gottes. Bismillāh.
Letztens schaute ich mir erneut die Szene im Film Sophie Scholl – Die letzten Tage von Marc Rothemund an. Jene Szene, in der Sophie Scholl, gespielt von Julia Jentsch vor dem Volksgerichtshof steht und mit dem Präsidenten des Volksgerichtshofs, Richter Dr. Roland Freisler, diskutiert. Es sind uns das Protokoll der Beschuldigtenvernehmung Sophies, das Strafurteil und das Protokoll über die Vollstreckung der Todesstrafe über Sophie erhalten; jedoch nicht – soweit ich weiß – die Sitzungsniederschrift mit den Aussagen Sophies, Hans‘ und Christophs. Trotzdem meine ich zu wissen, welche der Gerichtsaussagen, die im Film Sophie Scholl – Die letzten Tage dargestellt sind, von Sophie selbst stammen könnten.
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„Und das Verbreiten des Wissens gehört zu den vorzugswürdigsten Taten“: Lehren vom Brief Imām Māliks
Bismillāh.
Einmal wurde Imām Mālik von ʿAbdullāh al-ʿUmarī (عبد الله العمري العابد) dazu aufgefordert, mehr Zeit in Abgeschiedenheit zu verbringen und mehr fromme Taten zu vollbringen. ʿAbdullāh al-ʿUmarī war für seine Askese bekannt, also sein Verzicht auf die diesseitigen Güter und der Vielzahl der Gottesdienste. Daher war auch eines der Beinamen ʿAbdillāhs „der Gottesdiener“ (al-ʿĀbid).
Der Brief, den Imām Mālik daraufhin schrieb, ist sehr aufschlussreich, zeigt er uns doch das Benehmen und ein richtiges Verständnis auf.
Bismillah.
Mein Bruder und ich sitzen im Wohnzimmer, als ihm plötzlich ein Aufschrei entfährt. Ich schaue ihn an und frage mich, was wohl passiert ist. Er schaut entgeistert auf sein Handy und sagt: „Das kann nicht wahr sein! Chester ist tot!“ Ich schweige zunächst, unschlüssig darüber, was ich antworten soll.
Fünf Minuten später bekomme ich von meinem anderen Bruder ebenfalls die Nachricht, dass Chester Bennington sich sein Leben genommen habe.
Die Person über die sie sprechen, ist ein recht bekannter Musiker gewesen. Er feierte mit seiner Gruppe „Linkin Park“ seit nunmehr fast zwei Jahrzehnten große Erfolge und prägte so viele Menschen mit seiner Musik. Viele Leute sterben tagtäglich, deswegen ist es leicht, zu sagen: „Wer war dieser Mensch, dass wir über ihn trauern, wenn er stirbt? Gibt es nicht wichtigere Sachen als das?“
Aber ich denke, diese Aussage trifft nicht den Kern der Sache, denn jedes Geschehnis lässt sich aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten.
Bismillah.
Ich war niemals ein großer Kenner aller Details des Batmans- oder gar des DC-Universums. Trotzdem kann ich mich erinnern, dass ich unter all den Superhelden die es gab, Batman am faszinierendsten fand. Sei es weil er so finster war oder sei es weil er anders als viele Superhelden keine übernatürlichen Kräfte besaß. Klar war: von ihm geht ein Faszinosum nicht nur für mich, sondern für viele Menschen die Comics, Spielfilme und Videospiele über ihn kennen.
So sind mir deutlich in Erinnerung vor allem die Spielfilme mit seinerzeit Michael Keaton in der Hauptrolle und Jack Nicholson als den Joker (1989). Auch der Film Batman Returns aus dem Jahre 1992 mit dem Pinguin als Widersacher hat mich gleichermaßen fasziniert wie auch geängstigt. Im dazugehörigen Videospiel (1993) auf dem Super Nintendo konnte ich dann die Haut des Batman schlüpfen und die Bösen vermöbeln um den Pinguin festzusetzen.
Die Trickfilmserie die dann am Wochenende regelmäßig lief tat ihr übriges um Batman zu einer festen Größe meiner Kindheit zu machen.
Heute sehe ich die Renaissance der Batman-Serie mit der Trilogie des Dark Knight und sehe, dass sich diese Figur mich auch heute beschäftigt. Doch ist diese Beschäftigung eine andere: die Medien, Filme und Videospiele, dienen vor allem dazu darüber nachzudenken, was den Batman ausmacht. So war es früher für mich ganz klar, dass dieser sich über das Gesetz stellen musste um seiner Mission gerecht zu werden.
Aber heute denke ich mir: Muss er das? Muss er als halblegaler Detektiv durch die ganze Stadt cruisen um – zum Unglück der korrupten Polizisten und zum Glück aller braven Bürger – Kriminelle zu jagen? Was sagt das über Gotham als Gemeinde aus? Welche Institutionen sind dort noch intakt? Und was wäre, wenn das keine Fiktion, sondern real wäre? Was würden wir dann sagen?
Diese Fragen zur Mission des Bruce Wayne, dem Tod seiner Eltern, dem Verhältnis zwischen Staat und Bürgerschaft und der Rolle Alfreds rücken mit jedem neuen Medium in den Blickpunkt meiner Überlegungen.
Aus diesem Grund will ich den Versuch wagen mithilfe des Sammelbands „Die Philosophie bei Batman: Eine Reise in die Seele des Dark Knight“ von Mark D. White und Robert Arp (2008) meinen kreisenden Gedanken einen Ankerpunkt zu geben und Batman als Phänomen zu durchdenken.
Zunächst will ich dabei fragen, warum denn Batman Joker nicht einfach umbringt um dem Treiben ein Ende zu setzen. Wäre das nicht seine Pflicht, angesichts des immer weiter mordenden Jokers? Danach will ich Gothams Gesellschaftsordnung betrachten und die oben aufgeworfenen Fragen beantworten. Abschließend soll mit Kierkegaard das krasse Duo Batman und Alfred analysiert werden.
Die Texte folgen im weiterem Sinne der Philosophie: nämlich der Moral und des Rechts, der Politik und der Religion. Demnach sind auch dies philosophische Betrachtungen über das Batman-Universum.
Fangen wir also an mit der Frage von Joker und was wir moralische Bedenken kommen, wenn man über sein Anfang und Ende nachdenkt.
Bismillah.
Sei ehrlich zu dir.
Sag “ich war zu faul”.
Sag “ich habe gechillt”.
Sag “ich hatte keine Lust”.
Sag “ich wollte nicht”.
Sag zumindest “ich habe mich hingelegt”.
Was du auch sagst, sag nicht “ich hatte nicht die Möglichkeit”.
Bismillah.
Chadîscha (möge Allah mit ihr zufrieden sein) war nicht wichtig für Allah weil sie eine Kauffrau war, sondern wegen ihrem Glauben.
Der Prophet Salomon (Friede sei mit ihm) war nicht für Allah wichtig wegen seinem Königreich und seiner Macht, sondern wegen des Reichtums an Vertrauen das er in Allah hatte.
Der Prophet Josef (Friede sei mit ihm) war nicht für Allah wichtig wegen seiner Schönheit, sondern wegen seinem schönen Glauben in Allah.
Der Prophet Moses (Friede sei mit ihm) war nicht wichtig für Allah wegen seinem Körperbau und seiner Stärke, sondern wegen seinem starken Glauben in Allah.
Bismillah.
Wenn alles bergab zu gehen scheint, vergiss nicht, Er ist der Höchste.
Wenn alles dunkel zu sein scheint, erinnere dich, Er ist das Licht.
Wenn du alleine bist und niemand deine Schmerzen hört, sei dir bewusst, Er ist der Sehende und der Hörende.
Wenn du denkst, dass du lang genug geduldig warst, mach dir klar, Er ist der Dankende.
Wenn du dich bestrafst fühlst, denke daran, Er ist der Liebende und Geliebte.
Allah ist dein naher Beschützer, vergiss das ja nie!
Bismillah.
Zuhören: eine Fertigkeit? Das wird viele erstaunen, angesichts der vielen Kurse die vermitteln wollen wie man „Besser sprechen“ und „Vorträge halten“ lernt. Jedoch wird auch die Kunst des guten Zuhörens einem nicht die Wiege gelegt. Wenn man selbst einmal mit einer Person zu tun gehabt hat, die ständig dazwischengesprochen hat und deshalb nur mit Mühe als ein guter Zuhörer bezeichnet werden kann, weiß wovon ich spreche.
Ein wahrer Meister des tiefen Zuhörens und deshalb ein Vorbild darin war der Prophet (sas). Es wird von ihm berichtet, dass er sich immer Zeit nahm um die Anliegen seiner Gefährten anzuhören[note]Schamâil Muhammadiyyah, Buch 46, Hadith 319. Online hier.[/note].
Eines Tages kam eine Frau zu ihm um ihre Sorgen los zu werden. Er (sas), zu dieser Zeit bereits der Vorsteher einer großen Gemeinde, antwortete ihr bloß: „Setze dich irgendwo in Medina hin, ich werde gleich zu dir kommen und dir ein Ohr schenken.“[note]Schamâil Muhammadiyyah, Buch 46, Hadîth 314. Online hier.[/note]
Bismillah.
Deutsch zu sein bedeutet für mich…
…sich den besonderen Momenten bewusst zu sein, in der der Zufall in der Geschichte dieses Landes den Ausschlag zugunsten einem oder dem anderen historischen Weg herbeibrachte.
Bei welchen anderem Land wird dies so klar als hier bei uns?
…die europäische Einigung zu kennen und die immensen Vorteile dieses politischen Projekts für Deutschlands und Europas Wohlfahrt – ein Projekt, das eben erst durch seine grenzüberschreitende Natur solch positive Ergebnisse zeitigte und die bis heute auf der Erde ihresgleichen sucht. Die kleingeistige Vorstellung einer „Festung Europa“ ist nicht Teil dieses Bildes und sollte gerade jetzt einer neuen Entwicklung weichen.
…den Blick auf die Welt zu richten und welt-offen zu sein und damit einhergehend die Spezifika meines eigenen Selbst zu kennen.
…selbstkritisch zu sein und das nicht nur im homöopathischem Maße – eine Eigenschaft die nicht erst durch die historischen Erfahrungen in Deutschland erwuchs, sondern die durch seine Dichter und Denker mit einem agilen Verstand, der deutschen Befindlichkeit von je her als innewohnend zu bezeichnen sind.
Wie etwa mit Heinrich Heine, der, um Rolf Hosfeld zu folgen, nicht nur ein deutscher Intellektueller war, sondern auch einer der ersten aus dem neuentstehendem Typus der europäischen Intellektuellen. Doch der erst mit der Exilerfahrungen in seiner distinkten Weise davon berichten konnte, was die deutsche Heimat für ihn bedeutete.
Und der neuen Horizonten auf keinen Fall ablehnend gegenüber stand, sondern in einer Umbruchphase beitrug – und seine literarische Leistung ist bis heute bleibend.
…an der Entwicklung der rechtsstaatlichen Grundlage teilzuhaben und mitzugestalten. Die 1717 und 1818 ihren verfassungsrechtlichen Beginn fand im Umkreis meines Geburtsortes mit der Badischen Verfassung und dem Privilegienbrief und mit dem Grundgesetz an ihre erfolgsreichste Periode anknüpfte.
All dies zeigt auch für mich auf, dass eine Flüchtlingspolitik die sich (um mit dem Rat der Migration zu sprechen) ausschließlich an neoliberalen Nützlichkeitsideologien orientiert, eben nicht zum Selbstverständnis gehört, für die sich die Bundesrepublik mit ihrem höchsten staatsrechtlichem Dokument entschieden hat.
Deshalb gilt es allzeit an dieses Selbstverständnis zu erinnern und Gegenteiligem energisch gegenübertreten.
Und es gilt daran zu erinnern, dass eine weltoffene Ausrichtung Deutschland stets weitergebracht hat und die nationalistisch-chauvinistische Maske unserem Volk wie auch anderen Völkern nur Unheil versprach.
Letztere sollte fest verschlossen im Museum bleiben und als Lehre dienen.
Bismillah.
Die erste Sûra in der Reihenfolge des Qur’âns und zeitlich einer der ersten Sûwar die offenbart wurden, die Fâtiha, gibt uns in seinen letzten zwei Âyât eine Wegemoral vor.
Wir können diese Moral, die sich darauf bezieht auf dem rechten Pfad (sîrat al-mustagîm) zu bleiben, mithilfe folgender Punkte zusammenfassen.