Bismillah.
Der US-amerikanische Autor Kurt Vonnegut beschrieb das Lesen als Wunder.
Er schrieb einst, dass „lesen und schreiben sind die erfüllendsten Formen der Meditation die je gefunden wurden“ und dass „durch das Lesen der Schriften der interessantesten Köpfe der Geschichte meditieren wir mit unserem Verstand wie auch mit ihrem.“
Worauf Vonnegut hier anspielt ist die Verbindung zwischen Leser und Schriftsteller. Tatsächlich ist es so: Jedes Mal wenn du ein Buch öffnest, ist es so, als du in den Verstand desjenigen Zugang erhälst, der dieses verfasst hat.
In der Zeit, in der du deine Nase in eine Geschichte steckst übergibst du die Kontrolle ihrem Erschaffer.
Du beginnst zu sehen die Welt die sie durch ihr Text erschaffen haben. Die Charakter im Buch beginnst du mit der Zeit kennenzulernen und zu verstehen. Du kannst nicht anders, als das du die Lehren aufnimmst die sie dir vermitteln wollen.
So wie Vonnegut es ausgedrückt hat, kannst du, indem du die Werke der faszinierendsten Menschen liest, nicht nur mit den Autoren selbst eine Verbindung aufbauen, sondern auch mit den Autoren die sie selbst gelesen haben.
Genauso ist auch die Erfahrung des Schreibens. Es färbt auf dich ab – es ändert dich.
Und während es dich ändert, ändert es dich zum Besseren. Je mehr du liest, desto mehr gewinnst du an Perspektive. Lesen gestattet es dir deine Sicht zu verlassen und neuen Wegen des Denkens ausgesetzt zu sein.
Aus diesem Grund habe ich fleißige Leser immer als Personen mit Führungsqualitäten gesehen. Es ist unmöglich eine Gruppe von Leuten zu führen, wenn du nicht willens bist über den Tellerrand zu schauen.
Darüberhinaus überschneiden sich die Fähigkeiten von guten Lesern mit denen von erfolgreichen Anführern.
Leser sind weniger gestresst
Laut einer Studie der Mindlab International, wie sie in The Telegraph bekannt wurde, kann Lesen dabei helfen Stress zu reduzieren.
Während man sich in die Literatur eindenkt und in die Welt eintaucht des Textes, ist es wahrscheinlich so, dass dank der Ablenkung durch das Lesen die Muskeln und das Herz sich entspannen.
Es wurden die beruhigenden Kräfte des Lesen verglichen mit anderen gewöhnlichen Helfern gegen Stress – so wie Musik hören, Videospiele spielen oder eine Tasse Tee trinken – und Lesen kam an erster Stelle.
Lesen entspannte bis zu 68 Prozent in Vergleich zum normalen Stresslevel, so der Neurowissenschaftler Dr. Lewis, der die Studie leitete.
Er sagte, dass „es keine Rolle spielt was für ein Buch du liest – indem du dich in ein fesselndes Buch verlierst, kannst du die Sorgen und der Stress des Alltags entfliehen und eine Weile die Welt der Ideen besuchen.“
Leser sind besser mit Menschen
Obwohl es konterintuitiv scheinen mag, wenn man bedenkt wieviel Zeit fleißige Menschen mit dem Lesen verbringen, haben aktive Leser bessere Fähigkeiten mit Menschen umzugehen, als Menschen die selten lesen[note]So in einem Artikel von Life Hack.[/note].
Die Logik hinter dieser Annahme liegt in der Idee der Empathie die Leser aufbauen, indem sie sich in die Gedanken eines Charakters hineinversetzen – egal ob reale oder erfundene.
Indem wir uns eine Verbindung mit mehreren Charakteren eines Buches aufbauen, verstärken wir unsere emotionale IQ und sind besser darin uns in Menschen hineinzuversetzen.
Selbstverständlich sind diese Fähigkeiten unabdinglich für jemanden der eine große Gruppe von Menschen leiten muss. Wie können wir letztlich erwarten jemanden anzuleiten den wir nicht verstehen können?
Leser sind extrem engagiert
Gute Leser sind dem Buch verpflichtet – Ende der Durchsage. Sogar wenn der Inhalt nicht so ist, wie sie sich vorgestellt haben und das Buch eine Enttäuschung ist, werden die meisten guten Leser es nicht ablegen bis sie es bis zum hinteren Buchdeckel durchgelesen haben
Leser haben eine Gefühl für Loyalität für das, was sie lesen. Ein gutes Buch ist ein gutes Musikalbum – eins das du von vorne bis hinten vollständig aufsaugen musst, damit du auch seine Wirkung nicht verpasst.
Bücher sind Investitionen, mehr wert als das Geld das du nutzt um sie zu kaufen. Wenn Leser mit etwas beginnen bringen sie es zu Enden. Und das ist eine wertvolle Angewohnheit für jemanden der eine Gruppe von Menschen leiten will.
Leser sind bessere Problemlöser
Diejenigen die regelmäßig lesen sind intellektuell mehr gefordert als diejenigen die es nicht tun.
Laut der Studie von Anne Cunningham und Keith Stanovich[note]Online hier.[/note], hilft dir Lesen beim Aufbau deiner intellektuellen Kapazität der Rationalisierung und Problemelösens.
Während Leser sich durch die Geschichte hangeln, auf der Suche nach dem Ende und der Auflösung, sind sie letztlich dabei mit jeder Seite Probleme zu lösen.
Die Geschichte wird aufgebaut und der Leser ist gezwungen unentwegt und intuitiv auf Wendungen und Überraschungen im Handlungsstrang zu reagieren. Das hilft in in sehr guter Weise das Gehirn fit zu halten.
Und auch dies gehört zu den wohl begehrten Führungsqualitäten.
Von Dan Scotti (Ultimate Success Story: Why People Who Read Are Better Leaders), übersetzt und leicht verändert von Jeanne.
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