Bismillāh.
Der Bischof von Südarabien, Paul Hinder, bezeichnete einmal Maria als verbindendes Element zwischen Christentum und dem Islam. Maria spielt in beiden Religionen eine bedeutende Rolle, da sie dazu auserwählt wurde, den Messias zu gebären. Außerdem werden ihr auch viele andere positive Eigenschaften zugesprochen, welche sie aus Sicht der Anhänger beider Religionen zu einer vorbildlichen Figur für alle Jahrhunderte macht. Im Koran wird Maria von Gott für ihre Rein- und Keuschheit sehr wertgeschätzt (66:12); Gott hat sie vor allen anderen Frauen ihrer Zeit auserwählt (3:42). Zudem wird sie als eine „demütige Dienerin“ Gottes bezeichnet, die ein Vorbild für alle Menschen war und ist (66:11-12, vgl. Asad 2015). Auch in der Bibel wird Maria charakterisiert als „die Begnadete” (Lk 1,28), die gehorsame „Magd des Herrn” (Lk 1,38), die „exemplarische Glaubende” (Lk 1,45), die “exemplarische Hörende” (Lk 2,19, 2,51; vgl. Mußner 1984, S.19); diese Eigenschaften lassen sich vor allem im Lukasevangelium finden. Verbindende, aber auch trennende Elemente der Geschichte der Maria sind Bestandteile eines interreligiösen Dialogs, weshalb es wichtig ist, sich damit zu beschäftigen.
A. Maria in der Bibel
Maria erscheint im Neuen Testament in den vier Evangelien (Markus-, Matthäus-, Lukas- und Johannesevangelium) und in der Apostelgeschichte. Weiterhin finden wir noch Hinweise über sie im Galaterbrief des Paulus und in der Offenbarung des Johannes. Besonders in den Kindheitsgeschichten des Matthäus- und Lukasevangeliums erfährt man mehr über Maria. Zusätzlich wird über sie in außerbiblischen Quellen, in den Apokryphen und in den Schriften der Kirchenväter berichtet. Fast alle Aussagen über Maria, die Mutter Jesu, stehen in den Diensten der Botschaft von Jesus, dem Christus, dem Sohn Gottes. Außerhalb der Berichte von der Geburt Jesu wird sie im Neuen Testament selten genannt (vgl. New catholic encyclopedia 1981, S. 335).
I. Maria in den Paulusbriefen
Die Paulinischen Briefe sind die ältesten Texte des Neuen Testaments; in diesen findet man deswegen den ältesten Hinweis auf Maria im Galaterbrief 4,4: „[…] sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau […]”. Hier wird auf Maria in einem Nebensatz Bezug genommen, ohne direkt ihren Namen zu nennen. Die Wendung „geboren von einer Frau” ist ein semitischer Ausdruck, der gleichzusetzen ist mit „ein menschliches Wesen” (vgl. Knoch 1984, S.16 f.). Die Benennung von Maria als die Frau, die Jesu gebärt hat, ist für Paulus wichtig, um zu verdeutlichen, dass Jesus von einer Frau geboren wurde, die selber Mensch war und dies damit sein Menschdasein anerkennt (vgl. Brown et al. 1978, S.41; Knoch 1984, S.17 f.; Zmijewski 1989, S.22 f.).
In der Theologie Paulus‘ spielt Maria keine besondere Rolle; im Zentrum seiner Überlieferung steht die Sendung Christi. Zu der Jungfräulichkeit der Maria nimmt er keine Stellung. Paulus gehört zu denjenigen, die zu der Zeit von Maria gelebt haben und trotzdem erfährt man nicht viel über Maria in den Paulusbriefen (vgl. New catholic encyclopedia 1981, S.336).
II. Maria im Markusevangelium
Zu Beginn des Markusevangeliums wird das Wirken des Johannes beschrieben, welches das Kommen Jesu vorbereitet. Auf Maria wird zweimal verwiesen, ohne direkt ihren Namen zu nennen: „Und als es die Seinen hörten, machten sie sich auf und wollten ihn festhalten; denn sie sprachen: Er ist von Sinnen“ (Mk 3,21). Im Weiteren wird dann berichtet: „Und es kamen seine Mutter und seine Brüder und standen draußen, schickten zu ihm und ließen ihn rufen“ (Mk 3,31). Danach wird beschrieben, dass Jesus nicht das Haus verlässt, der Bitte der Familie nicht nachgeht und die folgende Aussage tätigt: „Denn wer Gottes Willen tut, der ist mein Bruder und meine Schwester und meine Mutter“ (Mk 3,35). Dieser Abschnitt bringt viele Unklarheiten, weil teilweise die Stelle auf unterschiedliche Art und Weise ausgelegt wird. Einerseits wird interpretiert, dass hier die Distanz zwischen Jesus, seinen Verwandten und Mutter dargestellt wird, die ihm und seinem Heilbringertum keinen Glauben schenken, wie seine Gegner in Nazareth, die ihn ablehnen, begründet mit seinem gewöhnlichen Menschendasein. Andererseits gehen die Exegeten davon aus, dass die Verwandten ihn vor seinen Gegnern schützen möchten (vgl. Knoch 1984, S.24 ff). Brown et. al. (1978, S. 54) erläutert, dass es in der Passage weniger darum gehe, die Familie von Jesus auszuschließen und mehr darum, die Familie der Gläubigen zu bestimmen. Auch in den anderen Evangelien wird eher die letztere Interpretation vertreten und die Beziehung von Jesus zu seiner Familie in einem positiven Licht dargestellt (Mt 13;59; Lk 4,24; vgl. Knoch 1984, S. 61).
In einen weiteren Abschnitt wird Maria genannt, als Jesus im Tempel von den Leuten gefragt wird: „Ist dies nicht der Zimmermann, der Sohn der Maria und der Bruder des Jakobus und des Joses und des Juda und des Simon? Und sind nicht seine Schwestern hier bei uns?“ (Mk 6, 1-3). Über die Geschwister, die in diesem Abschnitt genannt werden, gibt es bei den Exegeten unterschiedliche Meinungen. Es fehlt eine eindeutige Identifikation von Maria als die Mutter der erwähnten Brüder. Die Frage, ob es sich um leibliche Brüder und Schwestern von Jesus handelt, wird im Markusevangelium, sowie in den Matthäus- und Lukasevangelien (Mt 28,1; Lk 24,10) offengehalten (vgl. Knoch 1984, S. 28 f.).
Spätere Übersetzungen gehen davon aus, dass es sich bei den genannten Geschwistern Jesu nicht unbedingt um Blutsgeschwister handelt. Da es im hebräischen keinen Ausdruck für Halbgeschwister, Vettern oder Cousins und Cousinen gäbe, könne es sich auch um diese Art der Verwandten handeln. Jedoch gibt es weitere Stellen im neuen Testament, die von den Geschwistern Jesu sprechen (Mt 12, 46-50; Mt 13, 55-56; MK 3,31-35; Lk 8,19-21; Joh 2,12; Joh 7,3-10; Apg 1,14; 1 Kor 9,5; vgl. Knoch 1984, S.28f.).
Der Apostel Markus ist an der Person der Maria nicht interessiert. Grundsätzlich beschäftigt er sich mit dem Glauben und Unglauben der Menschen in Nazareth und mit Jesus als den Heilsbringer. Es kommt nur zur beiläufigen Erwähnung der Maria (vgl. Knoch 1984, S.30).
III. Maria im Matthäusevangelium
Das erste Kapitel im Matthäusevangelium beginnt mit einem Stammbaum, der die Herkunft von Jesus von Abraham über David zu Josef hinführt (Mt 1,1-17). Bei der Nennung Marias wird die bisherige Struktur durchbrochen; es wird gesagt „Jakob zeugte Josef, den Mann der Maria, von der geboren ist Jesus, der da heißt Christus” (Mt 1,16). Dies soll verdeutlichen, dass Josef nicht der direkte Vater von Jesus ist und Maria vom „heiligen Geist” (Mt 1,18) schwanger geworden sei (vgl. Zmijewski 1989, S.50 ff.).
Der Apostel Matthäus schreibt aus der Sicht von Josef, Maria wird nicht direkt angesprochen und spricht auch selber nicht (Mt 1,18-25). Maria ist mit Josef verlobt, der sie heiratet, nachdem ihm der Engel im Traum erscheint und bestätigt, dass Maria mit Jesus, dem Sohn Gottes, schwanger ist. Zur Legitimation und Schutz von Jesus heiratet Josef Maria (Mt 2-11, 13-14, 20-21). Josef schläft nicht mit Maria in dem Zeitraum bis zu der Geburt von Jesus: „[u]nd er berührte sie nicht, bis sie einen Sohn gebar” (Mt 1,24). Es gibt keine Hinweise dazu, ob sich dies nach der Geburt ändert, weil über die Zeit nach der Geburt nicht gesprochen wird (Mt 1,25). Da aber Matthäus zu denjenigen gehört, der die Jungfräulichkeit der Maria anerkennt, geht man davon aus, dass Josef auch nach Geburt nicht mit Maria geschlafen hat (Mt 7,14; vgl. Knoch 1984, S. 33 ff.).
In einer weiteren Engelserscheinung wird Josef gewarnt, dass das Leben von Jesus durch Herodes gefährdet sei und er bekommt die Anweisung mit Maria und Jesus nach Ägypten zu fliehen (Mt 2, 13-15). Nach der nächsten Engelserscheinung, die verkündet, dass die Gefahr vorbei sei, kehren sie wieder zurück (Mt 2, 19-21). Marias Name erscheint noch einmal im Mt 2 in der Erzählung der Magier aus dem Osten (Mt 2,1-12). Es heißt in Mt 2,11: „Sie fanden das Kind und Maria, seine Mutter, und sie fielen nieder und huldigten ihm”. Maria wird hier im Zusammenhang mit Jesus genannt; sie ist die „Mutter des Messiaskindes“ und hat somit auch eine besondere Stellung bei Gott. Zusätzlich wird durch die Formulierung „das Kind und die Mutter“ die besondere Bindung zwischen Jesus und Maria verdeutlicht (vgl. Zmijewski 1989, S. 67 f.).
IV. Maria im Lukasevangelium
Der Apostel Lukas weist ein deutliches Interesse an der Person Marias und an ihrer heilgeschichtlichen Bedeutung auf. Deswegen wird Lukas auch als der „marianische Evangelist“ bezeichnet (vgl. Knoch 1984, S.40).
Im Lukasevangelium nimmt Maria eine aktive Rolle bei der Verkündungsszene der Geburt Jesu ein; dabei werden auch ihre Reaktionen beschrieben. Die Geburtsgeschichten von Johannes den Täufer (Lk 1,57-58) und Jesus werden in den ersten beiden Kapiteln gegenübergestellt (Lk 2,1-20). Beide Szenen haben den gleichen Aufbau: zunächst wird die Ankündigung ihrer Empfängnis mit ihrem Auftrag genannt, gefolgt von der Verleihung eines besonderen Namens, dann die Mitteilung über ihre Geburt und schließlich ihre künftige Sendung und Bedeutung (vgl. Zmijewski 1989, S.79).
Der Apostel Lukas bezeichnet Maria als Mutter Jesu, Jungfrau und die Verlobte von Josef (Lk 1,27). Über Josef gibt es weiterhin wenige Aussagen; es wird erwähnt, dass er mit Maria vermählt sei (Lk 1,27) und aus dem Hause Davids abstamme (Lk 2,1). Die Begegnung mit dem Engel Gabriel wird genau beschrieben. Dieser offenbart Maria, dass sie ein Kind gebären werde, der Messias auf Erden sein werde (Lk 1,30-33). Maria wundert sich, wie das möglich sein soll, wenn sie kein Mann berührt habe (Lk 1,34). Daraufhin erklärt der Engel Maria, dass Gott die Möglichkeit habe alles zu erschaffen, dass sie trotz Jungfräulichkeit ein Kind gebären werde und dass dieses Kind heilig sei. Hier nehmen die Exegeten einen Bezug auf die Schwangerschaft von Elisabeth, die auch ein göttliches Zeichen sei, denn nichts sei unmöglich für Gott zu schaffen (Lk 1,37). Maria akzeptiert die Botschaft des Engels und zeigt ihre Zuversicht, an die Schwangerschaft trotz Jungfräulichkeit zu glauben (Lk 1,38; vgl. Knoch 1984, S.47 ff., Brown et al. 1978, S.111 ff.).
Außerdem wird auch der Besuch der Maria bei Elisabeth beschrieben. Laut Überlieferungen bleibt Maria für drei Monate bei Elisabeth (Lk 1,56). Man geht davon aus, dass beide bei dem Zusammentreffen schwanger gewesen seien (Lk 1,41). Die Begegnung mit Elisabeth sei für Maria eine Bestätigung der göttlichen Verkündigung durch den Engel, denn Elisabeth ist erfüllt von der Kraft des „Heiligen Geistes“ und sagt zu Maria: „Gesegnet bist du unter den Frauen und gesegnet ist die Frucht deines Schoßes!” (Lk 1,42; vgl. Knoch 1984, S. 48).
Weiterhin wird die Geburt von Jesus in Bethlehem beschrieben (Lk 2,1-20). Joseph sei mit Maria nach Bethlehem gegangen; zu dieser Zeit herrschte der judäische König Herodes der Große. Maria habe Jesus dort geboren, in Windeln gewickelt und in eine Grippe gelegt. Es seien Hirten in der Nähe, die nachts ihre Herde hüteten, als ihnen der Engel erschien und verkündete, dass der Christus geboren sei (vgl. Brown et al. 1978, S.143 ff.).
Maria und Josef werden als ‘seine Eltern’ bezeichnet, die staunen und nicht verstehen, was über die Bedeutung und Sendung Jesu gesagt wird (Lk 2,33). Eine besondere Begebenheit zwischen Jesus und „seinen Eltern“ an der Schwelle der Volljährigkeit im Tempel zeigt dieses Unverständnis Marias und Josefs. Auf der Reise nach Nazareth ist Jesus verschwunden und Maria findet ihn im Tempel (Lk 2,41). Maria reagiert betroffen, dass Jesus sich ohne Ankündigung und alleine auf den Weg zum Tempel gemacht hat (Lk 2,48). Jesus begründet sein Verhalten damit, dass er im Hause seines Vaters sei und ihm als ersten gehorchen müsse (Lk 2,50). Maria versteht die Bedeutung und die Mission ihres Sohnes noch nicht komplett, ist jedoch stets bemüht, diese besser zu verstehen und somit einen tieferen Glauben zu entwickeln (vgl. Knoch 1984, S.55 f.). Diese Bemühung geht aus der folgenden Aussage hervor: „Maria bewahrte alle Geschehnisse und erwog sie in ihrem Herzen” (Lk 2,51). Deswegen wird sie im Lukasevangelium als „erste und konsequente Jüngerin” Jesu gesehen (vgl. Knoch 1984, S. 57). Im Lk 1,47-55 wird auch eine längere Rede von Maria dargestellt.
V. Maria im Johannesevangelium
Im Johannesevangelium wird der Name „Maria” an keiner Stelle genannt. Maria taucht zweimal als die Mutter Jesu auf (Joh 2,1-12; Joh 19,25-27). Die erste Begegnung mit Maria ist auf der Hochzeit von Kana (Joh 2,1-12). Die Anwesenheit Marias wird noch vor denen von Jesus und den Jüngern genannt. Maria macht Jesus auf den Mangel des Weins aufmerksam, doch dieser begegnet seiner Mutter distanziert gegenüber. Seine Antwort: „Was geht’s dich an, Frau, was ich tue? Meine Stunde ist noch nicht gekommen.” (Joh 2,4) wirkt wie eine Zurückweisung, jedoch nehmen die Exegeten an, dass Maria diese nicht so auffasst, da sie danach weiterhin agiert und weiterspricht (vgl. Zmijewski 1989, S. 142 ff., Brown et al. 1978, S. 182 ff.).
Die förmliche Ansprache Marias durch Jesus als „Frau” und nicht „Mutter” soll ein Ausdruck dafür sein, dass Maria trotz ihrer Mutterschaft Jesu neben ihm keine besondere Stellung hat.Diese Stellung wird ihr erst zu Teil, als Jesusunter dem Kreuz Maria bittet, Johannes als Sohn anzunehmen und dabeigleichzeitig ihr die Stellung als „Mutter der Gläubigen“ zuspricht. Zudem gehört Maria durch die Platzierung nahe Jesus zu den engsten Kreisen der Gläubigen (Joh. 19,25-27; vgl. Zmijewski 1989, S. 147, Knoch 1984, S. 72 ff.), dass Maria an dem offiziellen Wirken von Jesus keinen Anspruch habe. Jedoch gehört sie durch ihre Platzierung nahe Jesus zu den engsten Kreisen der Gläubigen. Die zweite Begegnung von Maria ist unter dem Kreuz bei der Kreuzigung von Jesus (Joh 19,25-27). Jesus bittet Maria hierbei, dass sie Johannes als Sohn annehmen solle; Maria und Johannes akzeptieren seine Bitte (Joh. 19,27; vgl. vgl. Zmijewski 1989, S. 150 ff., Knoch 1984, S. 72 ff.).
VII. Maria in der Offenbarung
Ohne direkt ihren Namen zu nennen, wird Maria auch in der letzten Schrift des Neuen Testaments erwähnt. In der Vision des Sehers Johannes wird beschrieben:
„Dann erschien ein großes Zeichen am Himmel: eine Frau mit der Sonne bekleidet; der Mond war zu ihren Füßen und ein Kranz von zwölf Sternen war auf ihrem Haupt. Sie war schwanger und schrie vor Schmerz in ihren Geburtswehen. […] Und sie gebar ein Kind, einen Sohn, der über alle Völker mit eisernem Szepter herrschen wird. Und ihr Kind wurde zu Gott und zu seinem Thron entrückt“ (12,1-2.5-6)
Einerseits wird davon ausgegangen, dass das “Volk Gottes” in dieser Vision als Frau dargestellt wird. Andererseits gibt es auch die Meinung, dass hier Maria gemeint sei, die den Messias tatsächlich geboren hat (vgl. Mußner 1984, S.23).
VIII. Maria in den Apokryphen
Im Neuen Testament taucht Maria immer wieder im Zusammenhang mit Jesus auf, jedoch erfährt man wenig über ihre Geburt und ihre Jugendzeit. Wenn man einen Blick in die Apokryphen wirft – Schriften, die nicht in den Bibelkanon aufgenommen wurden – erfährt man mehr. Besonders im Protevangelium des Jakobus wird mehr über das Leben von Maria berichtet (Weidinger 1992, S.6).
Im Protevangelium des Jakobus erfährt man, dass die Eltern von Maria Anna und Joachim heißen. Nach einer langen Kinderlosigkeit bekommt Anna vom Engel verkündet, dass sie schwanger ist. Daraufhin verspricht Anna das Kind, sei es ein Mädchen oder ein Junge, Gott zu weihen. Schon in ihrer Kindheit ist Maria besonders. Sie fängt mit sechs Monaten an zu laufen und wird von Beginn an auf den Tempeldienst vorbereitet, in den sie mit drei Jahren eintritt. Als Maria zwölf Jahre alt wird, wollen die Priester nicht, dass sie „das Heiligtum des Herrn befleckt” und beschließen Gott um Rat zu fragen (vgl. Weidinger 1992, S. 139). Da Maria ein Gelübde der Enthaltsamkeit abgelegt hat, musste sie sich in den Schutz eines Mannes stellen, der ebenfalls zölibatär leben wollte. Durch ein Bittgebet des Hohepriesters Zacharias bekommt dieser vom Engel die Nachricht, alle Witwer zu versammeln und ein gewisses Ritual entscheiden zu lassen, welcher von diesen Maria in Obhut nehmen soll. Dieses Ritual entscheidet sich für Josef, womit sich alle einig sind, dass er von Gott auserwählt wurde. Somit wird Maria mit Josef verlobt und führt in seinem Haus das gleiche Leben, wie sie es auch im Tempel gewohnt war. Als Maria zum Brunnen geht um Wasser zu holen, hört sie eine Stimme und läuft erschrocken zurück nach Hause. Dort erhält sie die Verkündung über die Geburt Jesu‘ durch den Engel (Weidinger 1992, S. 138 f.).
Nach einer sechsmonatigen Abwesenheit kehrt Josef zurück und findet Maria schwanger auf. Maria erzählt ihm nichts von der Verkündung des Engels. Josef steht vor der Entscheidung, Maria wegen Ehebruchs anzuzeigen. In einen Traum klärt ein Engel ihn über das Geschehen auf, dass Maria durch göttliches Eingreifen schwanger geworden sei. Maria muss vor Gericht, denn nach dem Gesetz von Moses müssen Josef und Maria sich einer Prüfung unterziehen, die bei Verdacht des Ehebruchs vollzogen wird. Beide bestehen diese Prüfung und ihre Unschuld wird bewiesen. Das Ereignis der Geburt soll in der Anwesenheit göttlicher Wunder stattgefunden haben und zwei Zeugen haben bestätigt, dass Maria auch nach der Geburt Jesu Jungfrau blieb. Der Verfasser gibt alle Szenen, wo die Jungfräulichkeit der Maria bewiesen werden soll, detailliert wider. Demnach wird hier auch die Unklarheit über die Geschwister aufgeklärt, denn diese sind die Kinder die Joseph als Witwer aus der ersten Ehe mitgebracht hat (Weidinger 1992, S. 140 ff.).
In der Kindheitsgeschichte des Thomas wird das Ereignis beschrieben, als Jesus zwölf Jahre alt ist und mit Maria und Josef auf das Passahfest nach Jerusalem geht. Dieses Ereignis wird auch so im Lukasevangelium erzählt (Weidinger 1992, S.144).
Im Pseudo-Matthäus wird über Wunder berichtet. Auch dieses Werk dient der Verherrlichung von Maria und ihre Jungfräulichkeit steht im Vordergrund. Auf der Reise von Ägypten in der Wüste ist Maria sehr erschöpft und möchte sich unter einer Palme ausruhen. Maria äußert vor Joseph den Wunsch, die Früchte von dieser Palme zu essen. Dieser erklärt dies für unmöglich und macht auf den Mangel des Wassers aufmerksam. Jesus ist ein Kind auf dem Schoß seiner Mutter und bittet die Palme sich zu neigen, sodass sie die Früchte pflücken können und bittet, dass das Wasser aus der Erde fließt, damit er und seine Familie ihren Durst löschen können. Auf dieser Reise wird über weitere Legenden von Jesus berichtet und wie er seine Familie beschützt (Weidinger 1992, S. 146).
B. Marienverehrung
I. Marienverehrung in der Urkirche
Erste Spuren der Marienverehrung findet man in Teilen der Evangelien im Neuen Testament. Besonders der Apostel Lukas charakterisiert Maria als “Leitbild für die Verwirklichung edler menschlicher und christlicher Haltung” (vgl. Söll 1984, S.104). Im Neuen Testament findet man drei Zeugnisse, die auf eine Verehrung der Maria hinweisen: „der Gruß des Verkündungsengels (Lk 1,28), das Lob von Seiten der Elisabeth in Lk 1,42 und Lk 1,45 und das erste öffentliche Marienlob aus dem Volk von einer Frau“ (Lk 11,27; vgl. Söll 1984, S.104). Zudem soll Maria selbst angekündigt haben, dass die Glaubenden sie in der kommenden Zeit für das Seligpreisen werden, für das Gott sie auserwählt hatte. Dies wird mit ihrer Aussage in Lk 1,48 belegt: „Siehe von nun an preisen mich selig alle Geschlechter”. Das Lob der Elisabeth ist ein Teil des „Ave-Maria”: „Du bist gebenedeit unter den Frauen, und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus”. Lukas stellt hier ein Marienbild dar, welches die meisten wichtigen Merkmale der Marienverehrung zusammenfasst und schon früh Maria als „Mutter des Herren” durch Elisabeth bezeichnet (vgl. Söll 1984, S.104 f.). Die Stelle unter dem Kreuz, die im Johannesevangelium beschrieben wird: „Frau, siehe, dein Sohn!… Siehe, deine Mutter! (Joh 19,26)” wurde von den Kirchenvätern so ausgelegt, dass hier Jesus durch die Ernennung von Maria als Mutter von Johannes sie gleichzeitig zur Mutter der ganzen Jüngerngemeinde ernennt. Daraus hat sich der Titel „Mutter der Kirche” entwickelt, der durch den II. Vatikanischen Konzil verliehen wurde. Aus den Szenen im Johannesevangelium, in dem Maria erwähnt wird, sind viele Kunstwerke der Maria entstanden (vgl. Mußner 1984, S. 21 f.).
II. Marienverehrung im Katholizismus
„Marienlehre und Marienverehrung sind ein typisches Kennzeichen katholischer Glaubenshaltung und Frömmigkeit” (vgl. Söll 1984, S. 93). Das II. Vatikanische Konzil ergab, dass nicht nur Heilige Schriften Glaubensquellen sein können und bestätigte damit die traditionelle Auffassung der katholischen Kirche. In der Heiligen Schrift sind kaum lehrhaft formulierte Aussagen über Maria zu finden (vgl. Söll 1984, S. 97).
In der katholischen Kirche bestimmen vier Dogmen die Stellung der Maria in der Kirche. ‘Maria ist als Gottesgebärerin die Mutter Gottes’, ist das erste Dogma, welches im Konzil von Ephesos im Jahre 431 beschlossen wurde. Dieses Dogma enthält somit gleichzeitig die menschliche als auch göttliche Natur Jesu, die laut Christentum schon seit Beginn seiner Existenz existierten (vgl. Söll 1984, S.112 ff.). ‘Maria ist trotz der Geburt immer Jungfrau geblieben‘. Dieses Dogma wurde 533 auf dem II. Konzil von Konstantinopel eingeführt. Maria habe Jesus durch den heiligen Geist empfangen (Lk 1,35) und blieb laut Katholiken selbst während und nach der Geburt Jungfrau. Diese Auffassung wurde sogar von den großen protestantischen Reformatoren Martin Luther, Huldreich Zwingli und Johannes Calvin geteilt (vgl. Söll 1984, S.129 ff.). Das Dogma, dass ‘Maria unbefleckt empfangen hat und somit von Beginn ihres Lebens heilig und befreit von jeglicher Erbsünde war‘, wurde 1854 von Papst Pius IX. verkündet. Maria blieb durch dieses Gnadengeschenk Gottes von der Erbsünde bewahrt. Dies wurde von vielen bedeutenden Katholiken nicht akzeptiert und resultierte in deren Ablehnung einer unbefleckten Empfängnis, bis die Katholische Kirche eine weitere Erklärung formulierte: Eine unbefleckte Empfängnis bedeute nicht, dass Erlösung nicht nötig sei, doch Maria wurde diese Erlösung durch Gottes Gnade schon vor ihrer Empfängnis ermöglicht (vgl. Söll 1984, S.137 ff.). Das letzte Dogma, welches am 1.11.1950 von Papst Pius XII. verkündet wurde, besagt, dass ‘Maria als ganzer Mensch mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen wurde‘. Verknüpft mit der eben erwähnten vorgezogenen Erlösung, erfährt Maria auch hier etwas vorzeitig, was allen anderen Gläubigen zu einem späteren Zeitpunkt versprochen wird (vgl. Söll 1984, S.147 ff.). Von den ganzen Dogmen hat besonders die Erklärung des Konzils von Ephesus im Jahr 431, dass ‘Maria die Mutter Gottes sei‘, zu einer Marienverehrung geführt. Die Ausführung der Verehrung wurde zunächst in den Klöstern praktiziert. Die Ausbreitung der Verehrung im allgemeinen Volk hat erst später im 14. und 15. Jahrhundert stattgefunden. Zu Ehren der Maria haben sich Gebete etabliert, wie das Ave-Maria und der Rosenkranz. Zudem werden Kirchen im Namen der Maria geweiht und Feste gefeiert (vgl. Söll 1984, S. 182 ff.).
III. Marienverehrung im Protestantismus
In der Reformation wurde die Marienverehrung verworfen. Insbesondere Luther spricht sich gegen die Marienverehrung aus, da diese mit den reformatorischen Grundprinzipien – solus christus, sola fides (gratia) und sola scriptura – nicht vereinbar war. In der Auslegung des Magnifikat aus dem Jahr 1520/21 wird klar, dass Luther nichts dagegen einzuwenden hat, Maria zu loben, sie zu ehren und zu lieben. In seinen Marienpredigten wird Maria als Vorbild im Glauben und als Beispiel menschlicher Demut und Reinheit dargestellt (vgl. Düfel 1968, S. 246). Jedoch spricht er sich strikt dagegen aus, dass Maria mit der Vermittlung des Heils etwas zu tun habe. Maria habe eine besondere Stellung, da Gott ihr die Größe und Gnade gegeben hat, die Mutter des Erlösers zu sein, dies sei aber alles ohne ihr Zutun geschehen, sondern sei der alleinige Verdienst des Schöpfers (Vgl. Meinhold 1981, S. 49).
Mit der Zeit nahm die protestantische Marienverehrung immer mehr ab und damit auch die besondere Stellung Marias selbst. Dieser Gegensatz zur katholischen Kirche verstärkte sich noch mehr, als letztere die unbefleckte Empfängnis ohne Erbsünde 1854 und „die Aufnahme Marias mit Leib und Seele in das Himmelreich“ 1950 zu Dogmen erklärte. Die Protestanten akzeptieren die Idee, dass Maria vor und während der Geburt eine Jungfrau war, aber gehen davon aus, dass sie nach der Geburt eine sexuelle Beziehung mit Joseph hatte, ausgehend von den Hinweisen im Neuen Testament, in dem von den Brüdern und Schwestern in der Bibel gesprochen wird (Armajani 2017, S. 66).
C. Maria im Koran
Im Koran findet man Maria unter den Namen Maryam, was die arabische Form für Maria ist. Maria ist die bekannteste und die einzige Frau, die im Koran beim Namen genannt wird. Ihre Geschichte wird in drei mekkanischen Suren, also in den Suren, die vor der Auswanderung nach al-Medina offenbart wurde und in vier medinensischen Suren, also in den Suren nach der Auswanderung, behandelt. Die neunzehnte Sura im Koran ist nach ihr benannt. In siebzehn Versen wird sie direkt beim Namen genannt und in 34 Versen wird auf sie hingedeutet. Schon seit ihrer Geburt an ist sie umgeben von Gottes Segen. Als junge Frau erscheint ihr der Engel Gabriel um ihr zu verkünden, dass Gott sie auserwählt habe von allen Frauen dieser Erde, sie geläutert habe, gefolgt von der Verkündigung, dass sie einen Sohn gebären werde. Dieser werde einer der rechtschaffenen Propheten sein, die von Gott gesandt sind. Maria wird im Koran gelobt für ihre Gehorsamkeit, ihrem tiefen und festen Glauben, ihre Keuschheit und ihre Reinheit. Im Koran wird auch besonders auf Grundlage der Geburt Jesu durch Maria die Einheit Gottes betont. Es gibt nur einen Gott und Jesus und Maria sind beide Geschöpfe von Gott (vgl. Encyclopaedia of Islam 1990, S.628 f.).
I. Maria in der Sura Āl ʿImrān
In der Sura Āl ʿImrān wird die Geburtsgeschichte von Maria und parallel die Ankündigung der Geburt von Johannes der Täufer (Yaḥyā) dem Sohn von Zacharias (Zakariyyā) beschrieben (vgl. Ali 1987, S. 131):
Eingeleitet wird die Geburt Marias durch die Aufreihung der Nachkommenschaft der Propheten Adam, Noah und Abraham. Dies soll nicht nur die Blutsverwandtschaft darstellen, sondern auch zeigen, dass diese Linie von jüdisch-christlich-muslimischen Propheten auch durch ihren tiefen Glauben als geistige Familie verbunden ist. Maryam und Elisabeth waren Cousinen und entstammen der Familie von ʿImrān (Joachim), die sich bis zu Moses und Aaron zurückverfolgen lässt (3: 33-34, Khafagy 1998, S.140). In dem folgenden Vers (3:35) wird die Mutter von Maria erwähnt; ihr wird im Koran jedoch kein Name gegeben. In der muslimischen Tradition ist sie unter den Namen Hannah bekannt (vgl. Ali 1987, S.131). In einem Gebet zu Gott gelobt Hannah, dass Kind in ihren Leib ihm alleine zu weihen. Dies bedeutet, dass das Kind von Verpflichtungen auf dieser Erde freigestellt wird und sich nur dem Gottesdienst widmen soll (Koran 3: 35, Khafagy 1998, S.140).
Damals wurden Knaben dem Tempeldienst geweiht, deswegen macht Hannah das Versprechen mit der Erwartung einen Jungen zu bekommen. Entgegen der Erwartungen bekommt die Mutter Marias ein Mädchen. Die Aussage „ein männliches Kind ist eben nicht wie ein weibliches” (3:36), wird von den Interpreten unterschiedlich aufgefasst. Entweder soll dies eine Anspielung darauf sein, dass Mädchen damals nicht für den Dienst des Tempels geeignet waren und Hannah entschuldigt sich dafür und bittet Gott sie mit großen Vorzügen auszustatten, indem sie sie Maryam nennt; der Name bedeutet übersetzt „die Erhabene” und „die hingebungsvolle Gottesdienerin” (vgl. Khoury 1998, S.51). Yusuf Ali (1987, S.132) nimmt auch an, dass die Mutter von Maria davon ausgeht, dass Gott es besser weiß, denn im gleichen Vers nimmt Gott ihr Gelöbnis an. Letztere ist die gängigere Meinung (vgl. Khoury 1998, S.52). Az-Zamaḫšarī deutet die Aussage, dass Marias Vortrefflichkeit weit über die Hoffnung hinausreichen würde, die ihre Mutter sich je gemacht hatte (vgl. Asad 2015, S.112).
Nach islamischen Überlieferungen ist der Vater von Maria vor ihrer Geburt gestorben, wodurch Zacharias die Vormundschaft Marias erhält (3:37). Aus dem Vers 44 in derselben Sura wird ersichtlich, dass Zacharias nicht nur mit Maria verwandt ist, sondern auch ein Priester, der dem Tempel zugehörig ist. Bevor Zacharias die Vormundschaft über Maria bekommt, muss er sich einer semitischen Sitte unterziehen, in der durch das Werfen von Rohren in Wasser bestimmt werden sollte, wer den Vormund sein soll. Hierbei schwimmt das Röhrchen von Zacharias gegen den Strom, was den anderen Teilnehmer zeigte, dass er von Gott ausgewählt wurde (vgl. Asad 2015, S.114).
Zacharias nimmt Maria in Obhut und jedes Mal, wenn er sie im Tempel besucht, findet er Maria versorgt mit Obstsorten, die nicht “ortsüblich” und “Jahreszeit ungewöhnlich” waren (3: 37, Ibn Rassoul 2003, S.180). Diese Wunder die Maria widerfahren, führen dazu, dass Zacharias glaubt, dass er durch die Macht von Gott ein Kind bekommen kann, trotz seines hohen Alters und der Unfruchtbarkeit seiner Frau (3:37, Ibn Rassoul, S.180). Daraufhin erhört Gott sein Bitte und verspricht Zacharias, dass er einen Sohn mit den Namen Johannes (Yaḥyā) bekommen wird (3:38-41; vgl. Ali 1987, S.133).
In Sura Āl ʿImrān, Vers 42-48 wird die Geburt Jesus angekündigt. Im Vers 42 wird die besondere Stellung Marias ausgedrückt und gleichzeitig auf ihre Menschlichkeit verwiesen. Denn besonders diejenigen, denen Gott so viel Segen gegeben hat, sollen sich vor Gott niederwerfen und ihn dienen (Vers 43). Der Engel Gabriel erscheint Maria in der Form eines Menschen und verheißt ihr die Geburt von einem Sohn, den sie Jesus nennen solle. Beide werden in dieser und der nächsten Welt einer derjenigen sein, die Gott nahe sein werden (3:45). Maria fragt den Engel daraufhin: „Wie soll ich einen Sohn haben, wo doch kein Mann mich berührt hat?” (Vers 47). Dieser macht ihr die Macht von Gott deutlich, indem er sagt: „Gott erschafft, was Er will: wenn Er will, daß ein Ding ist, sagt er zu ihm: Sei! – und es ist” (Vers 47; vgl. Asad 2015, S. 115).
II. Maria in der Sura Maryam
Wie bereits in der Sura Āl ʿImrān, so folgt auch hier auf den Bericht von der Geburt des Yahyas die Geschichte von der Geburt Jesu. Asad (2015, S.579) geht davon aus, dass dies darin begründet ist, dass Johannes ein Vorläufer von Jesus war und sich Parallelen in der Form der Ankündigung dieser beiden Geburten finden lassen. Zudem wird die Ankündigung der Geburt und das Gespräch zwischen Maria und dem Engel in Sura Maryam wiederholt beschrieben. Jedoch unterscheidet sich die Erzählung in Sura Maryam, indem die ganze Thematik anders ist. Hier steht die geistige Erfahrung der Gottesdiener in ihrem Bezug zu ihrer Familie oder ihrer unmittelbaren Umgebung im Vordergrund (vgl. Yusuf Ali 1987, S.771)
Im Koran wird beschrieben, dass Maria zurückgezogen im Tempel lebt; nach Überlieferungen von Ibn Kathir in einer „östlichen Kammer im Tempel“, wo sie keinen Kontakt zu ihren Familienangehörigen und anderen Menschen hat. Es wird überliefert, dass nur Zacharias den Schlüssel zu ihrem Raum hatte. Dort verrichtet sie jeden Tag Gebete und andere göttliche Dienste (19:16-17, Asad, S. 579). Als der Engel in der Gestalt eines Mannes vor ihr auftaucht, ist Maria sehr verschreckt und bittet ihn, sie in Ruhe zu lassen und dabei ihren Status der Reinheit nicht zu gefährden. Währenddessen macht sie ein Bittgebet zu Gott und bittet um Schutz (19:18, vgl. Asad 2015, S.580). Der Engel beruhigt sie jedoch und macht ihr klar, dass er ein Botschafter von Gott sei, sie von Gott auserwählt wurde und Gott eine Ankündigung für sie habe. Wie auch in der Sura Āl ʿImrān stellt Maria, die Frage, wie es möglich sei, dass sie schwanger sei, wenn sie kein Mann berührt habe (19:19-20, vgl. Asad 2015, S.581). Die Antwort vom Engel lautet „Also ist es; aber dein Erhalter sagt: Dies ist leicht für mich […] (19:21).
Es gibt Interpretationen, die erklären, wie Maria schwanger geworden ist. „Nach Ibn ’Abbās fand Maria Beruhigung in den Worten des Engels und so trat dieser nahe an sie heran und hauchte unter ihr Hemd, worauf der Hauch in ihren Leib gelangte und sie schwanger wurde“ (19: 19-22; Ibn Rassoul; S.703). Asad (2015, S. 580), ist der Auffassung, dass hier impliziert werde, wie in 3:47, dass Gott Geschehnisse möglich machen kann, die für die Menschen unvorstellbar sind; das „Wie” wird in diesem Vers nicht weiter genau aufgeführt. In der Sura al-Anbiyāʾ, Vers 91 und in der Sura At-Taḥrīm Vers 12, heißt es: „[…] woraufhin Wir ihr von Unserem Geist einhauchten, […]”. Asad (2015, S. 630) kommentiert zu diesem Vers, dass dieser Ausdruck “von unserem Geist einhauchen” im Koran nicht nur bei der Erschaffung von Jesus verwendet wird, sondern auch in drei anderen Versen im Koran, die über die Erschaffung der Menschen allgemein sprechen (15:29, 38:72, 32:9).
Es gibt keine Informationen über die Dauer und den Verlauf der Schwangerschaft; die koranische Erzählung überspringt Einzelheiten. Im nächsten Abschnitt wird berichtet, dass Maria sich für die Geburt an einen “entlegenen Ort” zurückzieht, um sich der Kritik ihrer Angehörigen zu entziehen. Außerdem wird beschrieben: “Wehen trieben sie zum Stamm einer Palme” (19:23), was laut Asad (2015, S.580) die natürlichen Umstände der Geburt betont. Zusätzlich zu den Schmerzen ist Maria erfüllt von Scham und Angst der Gesellschaft gegenüberzutreten. In ihrem Zweifel dieser ganzen Last ruft sie aus: “Oh wäre ich doch zuvor gestorben und vergessen, völlig vergessen worden!” (19:23, vgl. Asad 2015, S.580). Doch Gott bringt ihr in diesem Moment Erleichterung: “Da rief es unter ihr” (19:24). Ibn Rassoul (2003, S.704) interpretiert, dass aus dem Bauch Jesus zu ihr spricht. Khafagy (1998, S.1371) meint, dass der Engel Gabriel hier zu Maria spricht. Allah schenkt ihr Trost, indem er unter ihr ein Bächlein fließen lässt, sodass sie trinken und sich waschen kann und auf die Aufforderung hin die Palme zu schütteln, hat Maria Datteln zum Essen (19:24-25). In ihrem Leben hat Gott sie immer versorgt und auch in dem Moment, wo sie besonders viel leidet, kümmert sich Gott um sie. Nach der Geburt soll Maria vom Sprechen fasten und auf Gott vertrauen; sie soll sich in Enthaltsamkeit üben von gemeinsamen Mahlzeiten und vom Umgang mit den Menschen (19:26, vgl. Yusuf Ali 1989, S.772). Mit Jesus im Arm kehrt sie zu den Leuten zurück und erfährt zunächst Ablehnung. Die Leute beschuldigen sie der Unzucht und wollten sie mit der Ansprache “Schwester Aarons” an ihre edle Abstammung erinnern und sprachen auch die beispielslose Tugendhaftigkeit ihrer Eltern an (19:27, vgl. Yusuf Ali 1989, S.773). Maria zeigt jedoch nur auf Jesus und spricht kein Wort, denn wie Gott versprochen hat, spricht Jesus für sich selbst und verkündet sein Prophetentum (19: 29-33, vgl. Asad 2015, S.581).
D. Verehrung von Maria (Maryam) im Koran?
Wie in den oberen Versen klar wird, hat Maria in der islamischen Vorstellung eine hohe Stellung von Gott erhalten. In der Verkündungsszene der Geburt Jesu wird von Maria gesagt, dass sie von Gott in zweierlei Hinsicht auserwählt wurde: erstens durch die Gaben, mit denen Gott sie seit ihrer Kindheit gesegnet hatte und zweitens durch die wundersame Geburt des Propheten Jesus, der Messias auf Erden sein wird. Im Vers 42 der Sura Āl ʿImrān wird auch gesagt, das Gott Maria “erhoben [hat] über alle Frauen der Welt” (vgl. Asad 2015, S.114). In einer Überlieferung des Propheten Muhammad (Frieden uns Segen sei auf ihm) heißt es: „Die besten Frauen der Angehörigen des Paradieses sind Khadidscha bint Khuwailid [Frau des Propheten (s.)], Fatima bint Muhammad [Tochter des Propheten (s.)], Asia bint Muzahim [Frau des Pharaos] und Maryam bint Imran [Mutter Issa (a.)]”. Zudem hat Gott Maria zu einem Vorbild gemacht, (66:12) und sie wurde schon als Kind in besonderer Art und Weise versorgt und beschützt.
Keine Frau bekommt im Koran so viel Aufmerksamkeit wie Maria; ein Kapitel ist sogar nach ihr benannt. Trotz alldem sind Maria und Jesus beide sterbliche Menschen. Dies wird wiederholt im Koran erwähnt und ihnen wird jede Form von Göttlichkeit abgesprochen (5:75, 4:171-172). Maria und Jesus standen unter dem besonderen Schutz von Gott; trotz allem haben sie Fehler begangen, wie alle Menschen das tun. Diese Eigenschaft der Sündenlosigkeit ist keinem anderem gewährt als Gott (vgl. Asad 2015, S.219).
Im Koran wird auch gesagt, dass Maria niemals behauptet habe, die “Mutter Gottes” zu sein (5:75, vgl. Asad, S.219). Zudem wird im Koran wiederholt die herausragende Keuschheit und völlige Enthaltsamkeit von Maria betont, die sich sowohl in ihren Gedanken wie auch in ihren Taten widerspiegelt (66:12; 21:91, vgl. Asad, S.630). Die spirituelle Reinheit von Maria und Jesus wird mit “unbefleckten Quellen” verglichen, was mit der Vorstellung des Paradieses gleichgesetzt werden soll (23:50; vgl. Asad 2015, S.658).
Zudem ehrt man Maria im Koran mit dem Titel Ṣiddīqa (Koran 5:75), was übersetzt wird als die “wahrhaftige Frau”, womit ihr aufrichtiger Glauben beschrieben werden soll. Dieser Titel wird unter anderem im Koran dem Propheten gegeben. Dies ist auch einer der Gründe, warum Gelehrte über die Prophetenschaft von Maria debattieren.
. Trotz unterschiedlicher Meinung über die Prophetenschaft von Maria sind sich alle Muslime darüber einig, dass sie aufgrund ihres außerordentlichen Charakters und ihres tiefen Glaubens ein Vorbild für jeden Muslim ist (Stowasser 1994, S. 77).
Karimi (2019, S.103) beschreibt Maria wie folgt:
“Das Bild Marias ist vielmehr in ihrer vorbildlichen Haltung im Leben zu erblicken: als hingebungsvoll, reine Seele, als Mutter, als schmerzerfüllte und zugleich mit Gnade gesegnete Frau, als standhaftes und demütiges Zeichen für uns Menschen, die an ihr ein Vorbild im Leben haben dürfen, und zugleich als spirituelle und schöpferische Quelle der Besinnung auf die Barmherzigkeit und Milde Gottes. Darin ist sie ein Vorbild für alle Muslime, unabhängig von ihrem Geschlecht.”
E. Vergleich Maria Koran versus Bibel
Während der Koran auch die Geburt Marias beschreibt, gibt es nichts Vergleichbares in der Bibel. Wenn man jedoch die Geburtsgeschichte von Maria im Koran und in den Apokryphen vergleicht, findet man Ähnlichkeiten. Im Protevangelium des Jakobus wird von den Eltern Anna und Joachim berichtet. Die Mutter Marias ist lange Zeit kinderlos und bittet Gott um Hilfe und spricht ein Gelübde aus: “So wahr der Herr, mein Gott, lebt, wenn ich gebären werde, sei es ein Knabe oder ein Mädchen, so will ich es dem Herrn, meinem Gott als Opfergabe darbringen, und es soll ihm Dienste verrichten alle Tage seines Lebens” (Apokryphen 3,36 in Weidinger 1992, S.138). So ähnelt dieses Gelübde dem von der Mutter Marias im Koran (3:34). Die Versprechen unterscheiden sich, dass die Mutter Marias spezifisch zu ihrem Gelübde hinzufügt, “sei es ein Knabe oder ein Mädchen”, wohingegen man im Koran davon ausgeht, dass die Mutter Marias, denkt, dass sie einen Jungen bekommen wird.
Auch die Aufnahme Marias in den Tempel wird im Protevangelium des Jakobus erwähnt und das Versprechen eingelöst, Maria mit drei Jahren zum Tempel zu bringen. Dort lässt Gott sie auf eine schöne Weise aufwachsen, was auch im Koran beschrieben wird. Im Koran erfährt man jedoch nicht, mit welchem Alter sie genau in den Tempel zieht; darüber kann man nur spekulieren.
Im Protevangelium des Jakobus wird berichtet, dass mit Erreichen des zwölften Lebensjahres Maria in die Obhut eines Mannes gegeben werden solle, damit sie vor größeren Sünden bewahrt wird. In dieser Szene taucht auch Zacharias als Hohepriester auf, der vom Engel die Botschaft erhält, dass die Witwen ein Ritual durchzuführen sollen, welches sich für Josef entscheidet. In der islamischen Tradition wird davon ausgegangen, dass der Vater der Maria vor ihrer Geburt gestorben ist, sodass sie unter der Obhut Zacharias im Tempel aufwächst. Dieser muss sich auch einem Ritual unterziehen.
Im Neuen Testament erfahren wir im Lukasevangelium, dass Zacharias der Mann von Elisabeth sei und Gott darum bitte, dass er ihm im hohen Alter einen Jungen schickt (Lk 1, 5-7). Im Koran wird erzählt, dass er Gott um ein Kind bittet, als er Maria beobachtet, wie Gott sie mit Wundern gesegnet hat; dies gibt ihm die Hoffnung, Gott ebenfalls um ein Wunder zu bitten(3:37). In der Bibel erfährt man nichts über einen Kontakt zwischen Zacharias und Maria, stattdessen erfährt man im Lukasevangelium über eine Verbindung zwischen Maria und Elisabeth (Lk 1,39-45).
Ein weiteres vergleichbares Ereignis ist die Begegnung Marias mit dem Engel. Sowohl im Koran als auch im Lukasevangelium der Bibel wird erwähnt, dass Maria auserwählt wurde (3:42; Lk 1,28). Auch die Ankündigung der Schwangerschaft von Maria ist in der Bibel und Koran ähnlich aufgebaut (Lk 1,29-31; 3:42-45); Maria ist im ersten Moment ängstlich (3:45; 1,29-31). Die darauffolgende Frage der Maria, die Verwirrung über die Ankündigung, die Maria durchlebt, ist sowohl im Koran, als auch in der Bibel zu finden (Lk 1,34-5; 3:47). Die Wunder der Schwangerschaft von Elisabeth, als auch die Wunder der Schwangerschaft der Maria ähneln sich in der Bibel und im Koran (Lk 1,36-7; 19:4-9).
Jesus wird im Koran als der Sohn der Maria bezeichnet, was analog zur Vaterbezeichnung steht, die sonst im islamischen Raum benutzt wird, was wiederrum zu Verdeutlichung dient, dass Jesus der Sohn der Maria ist, aber nicht der von Gott. Zudem hat Maria als Mutter Jesu eine wichtige Stellung im Koran, welche dadurch verifiziert wird (vgl. Ginaidi 2002, S.57). Auch im Markusevangelium wird Jesus als Sohn der Maria bezeichnet (Mk 6, 1-3), was zu dieser Zeit ungewöhnlich war, da üblicherweise Kinder nach dem Namen des Vaters genannt wurden. Einerseits wird dies als Betonung der Verbundenheit zwischen Maria und Jesus gesehen; andere Interpretationen fassen diese Bezeichnung eher als Beleidigung auf, da der Apostel Markus erzählt, dass Jesus zu dieser Zeit Ablehnung in Nazareth erfährt (vgl. Knoch 1984, S.28 f).
Die Abstammung der Sippe ʾĀl-ʾImrān, der Maria zugehörig ist, wird in der Sura Āl-ʾImrān im Vers 33 aufgereiht. Diese Sippe sei von der Nachkommenschaft der Propheten Adam, Noah und Abraham. Ähnlich wird im Matthäusevangelium der Stammbaum erläutert, um die Herkunft Jesu von Abraham über David zu Josef zu beschreiben. Jedoch wird hier der Stammbaum über Josef zurückgeführt, auch wenn gleichzeitig spezifisch erwähnt wird, dass Jesus von Maria geboren sei (Mt 1,1-17).
Obwohl der Koran und die Bibel manche Punkte in der Geschichte von Maria teilen, gibt es auch zum Teil unvereinbare Unterschiede. Dass Maria in der Bibel mit Josef verheiratet war, wird im Koran in keinem Punkt erwähnt; es gibt auch keine Stellen im Koran, die von Josef im Zusammenhang mit Maria sprechen. Gleichzeitig wird Maria in der Bibel immer nur im Zusammenhang mit Jesus genannt, während im Koran auch zum Teil nur über sie alleine gesprochen wird. Im Allgemeinen erfährt man nicht viel über das Leben der Maria nach der Geburt von Jesus im Koran. In den vier Evangelien taucht Maria vor allem nach der Geburt von Jesus auf; lediglich der Apostel Lukas berichtet über Maria vor der Geburt von Jesus.
Die Geburt, bei der Maria sich laut Koran unter einer Palme ausruht, wird in der Bibel nicht erwähnt. Jedoch gibt es eine Geschichte im Pseudo-Matthäus- Evangelium, in der sich Maria unter einer Palme ausruht. Zu diesem Zeitpunkt ist Jesus aber schon geboren und vollzieht ein Wunder, indem er die Palme bittet, seine Familie mit Datteln zu versorgen und das Wasser hervorbringen lässt.
Im Neuen Testament wird von den Geschwistern Jesu berichtet. Jedoch wird in den Evangelien offengehalten, ob dies die Blutsgeschwister von Jesus sind oder Josef sie aus seiner ersten Ehe mitgebracht hat. In den Apokryphen wird genau dies versucht zu betonen, um nicht den Status der Jungfräulichkeit der Maria zu gefährden. Im Koran werden nie Geschwister von Jesus erwähnt. Es gibt auch mehrere Verse im Koran, die ansprechen, dass Maria unverheiratet schwanger geworden sei und dass Jesus ohne einen Vater geboren sei. In der Bibel wird dies nicht weiter thematisiert.
Wenn man die Art und Weise, wie der Koran und die Bibel die Geschichte der Maria widergeben vergleicht, kann man einen wesentlichen Unterschied darin erkennen, dass im Koran genaue Ort- und Zeitangaben nicht wichtig sind und hier nur das wesentliche widergegeben wird, wobei teilweise auch ganze Lebensabschnitte übersprungen werden. So wird nach der Begegnung von Maria mit dem Engel, bei der sie schwanger geworden ist, direkt von ihren Wehen der Geburt berichtet. In der Bibel hingegen werden Ort- und Zeitangaben detaillierter widergegeben. So wird betont, dass Jesus in Bethlehem geboren wird, während sich der Koran damit begnügt, den Geburtsort als einen „entfernten Ort“ (19:22) zu beschreiben.
Trotz mancher Unterschiede ist Maria eine wichtige Persönlichkeit in beiden Religionen. Die Verbindung, die sie zwischen den verschiedenen Religionsgruppen darstellt, lässt sich mit der folgenden Erzählung illustrieren. In der islamischen Geschichte um ca. 615 – zu dieser Zeit hat der Prophet Muhammad schon mehrere Offenbarungen empfangen – versuchten die Polytheisten in Mekka die Muslime zu isolieren. Aus diesem Grund wanderte eine Gruppe von Muslimen nach Abessinien aus, um dort Schutz beim christlichen König zu suchen. Dieser König befragte die Gruppe nach ihrer Religion und sie antworteten mit der Sura Maryam, die den König zum Weinen brachte. Er gewahrte den Muslimen Schutz mit der Begründung, dass die Offenbarungen über Maria und Jesus aus derselben Quelle seien (vgl. Mubarakpuri 2009, S.93 f.).
Schon vor 1400 Jahren war Maria ein Band zwischen den beiden Religionen und bleibt bis heute ein Anlass für Dialog zwischen muslimischen und christlichen Gläubigen.
F. Quellenangaben
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