Intro

Bismillah.

Nachfolgend die 40 Ahadith über Soziale Medien, laufend ergänzt.

I. Wieso?

Allah der Erhabene sagt in der Übertragung Seiner Rede (33:5):

وَلَيْسَ عَلَيْكُمْ جُنَاحٌ فِيمَا أَخْطَأْتُمْ بِهِ وَلَٰكِنْ مَا تَعَمَّدَتْ قُلُوبُكُمْ

>>[…] Es ist für euch keine Sünde in dem, was ihr an Fehlern begeht, sondern was eure Herzen vorsätzlich anstreben. […]<<

Es wird vom Propheten (sas) überliefert, dass er sagte:
Wahrlich, die Taten sind entsprechend den Absichten, und jedem Menschen steht das zu, was er beabsichtigt hat.
Wer also seine Auswanderung um Allahs und Seines Gesandten willen unternimmt, dessen Auswanderung ist für Allah und Seinen Gesandten, und wer seine Auswanderung des irdischen Lebens willen unternimmt, es zu erlangen, oder wegen einer Frau, sie zu heiraten, dessen Auswanderung ist für das, um dessentwegen er auswandert.“[note]Sunan Abî Dâwûd , Buch 13, Hadîth 27. Online hier.[/note]

Die Absichten sind die Essenz jeder Tat und bei den Taten auf Sozialen Medien ist das nicht anders. Es wird oft gesagt, dass die Absicht geprüft werden sollte vor der Begehung einer Tat, während der Tat und nachdem die Tat abgeschlossen wurde. Wir müssen uns überlegen, warum wir etwas teilen oder ein bestimmten Statusaktualisierung teilen. Was ist die dahintersteckende Botschaft die wir zu vermitteln versuchen? Für wen schreiben wir eigentlich? Was erhoffst du für eine Reaktion?

II. Wenn du etwas Gutes nicht zu sagen hast…

Es wird vom Propheten (sas) überliefert, dass er sagte:
Derjenige der an Allah und den Jüngsten Tag glaubt soll entweder Gutes sprechen oder schweigen.“[note]Sahîh Muslim , Buch 1, Hadîth 81. Online hier.[/note]

Das ist eine grundlegendes Prinzip für Soziale Medien. Trotzdem fällt es uns schwer, weil diese gerade darauf angelegt sind zu teilen und zu posten. Aber es kann sein, dass wir hinterher das bereuen, was wir in der Vergangenheit mit einer großen Öffentlichkeit geteilt haben. Deswegen sollten wir auch diese Überlieferung immer im Hinterkopf behalten.

III. Kümmere dich um deine eigenen Angelegenheiten

Es wird vom Propheten (sas) überliefert, dass er sagte:
Zu der Güte einer Person gehört es, dass er lässt was ihn nichts angeht.“[note]Dschâmi‘ at-Tirmidhî, Buch 36, Hadîth 15. Online hier.[/note]

Auch dieser Ratschlag der von uns vom Propheten überliefert wird, wird uns schwerfallen. Denn auch bei dieser Angelegenheit kommen wir in Sozialen Medien bestimmungsgemäß mit den Sphäre des Anderen zusammen. Wir erhaschen auf den Zeitleisten, Bilderstrecken und anderen Dingen ein Blick in das Leben unseres Bruders oder unseres Schwesters. Alles erscheint interessant. Aber reduziere dein Konsum von Informationen und halte dich zurück – um Gottes willen.

IV. Eine Regel für alle Zivilisationen

Es wird vom Propheten (sas) überliefert, dass er sagte:
Niemand von euch hat den wahren Glauben erlangt bis er nicht für seinen Bruder dasselbe wünscht er für sich selbst wünscht.“[note]Dschâmi‘ at-Tirmidhî, Buch 37, Hadîth 2705. Online hier.[/note]

Durch Einfachheit dieser Regel wird uns manchmal ihre wahre Großartigkeit nicht bewusst. Behandle andere so, wie du selbst behandelt werden willst. Behandle auch in Sozialen Medien andere so wie du selbst behandelt werden willst. Bist du dir unsicher wie du eine bestimmte Mail, ein Kommentar oder Nachricht schreiben sollst. Nutze diese Regel.
Außerdem zeigt sie dir, dass du dein Hochmut zügeln sollst. Die Unachtsamkeit und teilweise auch Rücksichtlosigkeit der Sozialen Medien sollte dich nicht negativ beeinflussen. Du bist eine Muslima oder ein Muslim und diese Tatsache hat unmittelbare Folgen auf dein Charakter.