C. Der Zusammenhang zwischen Weisheit und Sunna

Inhalt

Wenn man die Weisheit im oben beschriebenen Sinne versteht, dann können alle Überlieferungen über Wort, Handlung und Duldung vom Gesandten Allahs als Weisheit gesehen werden. Der Gesandte Allahs hat die Zeichen die ihm herabgesandt wurden den Menschen verlesen und die Weisheit aus den Zeichen gelehrt, indem er die Verbindungen zwischen diesen herstellte. Folglich sind die Überlieferungen die von ihm kommen die richtigen Urteilsfindungen, also die Weisheit im qur’ânischen Sinne.

Die Sunna auf diese Weise zu sehen ist die Sicht, die dem Qur’ân am meisten entspricht. Dass der Prophet uns ein Beispiel war, ist auf diese Weise zu verstehen. Einer, der die Fragen die ihm bezüglich der Religion gestellt werden mit einer anderen Offenbarung als der qur’ânischen beantwortet, kann nicht Vorbild für uns sein.
Wenn wir wie der Gesandte Allahs die Zeichen weitergeben und verkünden, und zwischen ihnen Verbindungen herstellen, können wir nach unseren Fähigkeiten die Weisheit erlangen. Jedoch wurden die Fehler die der Prophet bei diesen Vorgängen machte durch die Offenbarung korrigiert. Diesen Vorteil haben wir nicht,

Diese Beziehung zwischen Qur’ân und Weisheit (al-hikmatu) verpflichtet uns die Überlieferungen von Gesandten Allahs an die Offenbarung heranzuführen. Die Überlieferungen die sich mit dem Qur’ân decken, können als richtige Urteilsfindungen daraus gesehen werden und deuten neben der Überlieferungskette auf ihre Richtigkeit hin. Die Überlieferungen die der Offenbarung widersprechen sind jedoch mit Vorsicht zu genießen.

Immer wenn sich eine Überlieferung mit den Qur’ân deckt oder ihm augenscheinlich widerspricht, ist immer zu bedenken, dass es die Wahrscheinlichkeit gibt, dass unsere Feststellungen Fehler enthalten und wir das Ergebnis des Gesandten Allahs noch nicht vollständig nachvollziehen konnten.