Bismillāh.
Ich sitze mit Geschwistern zusammen, denen ich aus der Rede Allahs lehre. Einer der Brüder meint zu einem anderen über mich:
„Hey übrigens: Du kannst ihn alles fragen, er weiß alles aus dem Qur’ān.“
„Ich habe noch eine Frage zu dieser Āya.“
„Kann ich dich noch um etwas bitten, du weißt doch darüber Bescheid?“
„Wie ist es mit dieser Stelle, wie spricht man das im Arabischen aus?“
Während ich die Fragen beantworten, bin ich im Lehrer-Modus, in dem ich mich oft befinde. Ich nehme die Rolle eines Imāms, eines hocas, eines Scheichs ein. Ich habe viele Schülerinnen und Schüler – dass ich ein Vorbild zu sein habe, habe ich schon von klein auf gelernt.
Während ich dort auf dem Podium derjenige bin, der die Fragen beantwortet, sind andere hunderte Lehrer des Islams und ich immer noch Individuen, die Tag für Tag damit kämpfen jeden Tag sich Allah hinzugeben, Seine Gebote zu befolgen und Seine Verbote zu meiden. Und damit die unendliche Gnade zu erfüllen, die der Allgnädige mit der Gewährung von Wissen verbunden hat.
Doch manchmal vergisst man das, dass auch „Schuyūch“ normale Menschen sind.
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